Montag, 26. November 2018

Südtirolreise 2018: Altenburg - Neumarkt - Salurn - 29. Oktober 2018

(Infos zu Umgebung findet ihr in der Infobox unter dem Blogbeitrag; enthält unbezahlte Werbung ohne Auftrag zu Infozwecken)

Servus miteinand´ und herzlich Willkommen bei Drei Bayern on Tour!

Die Anreise nach Südtirol war ja im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen, aber auch am dritten Tag der Reise wurde es regentechnisch nicht besser - eher im Gegenteil. Während es in der Nacht weitestgehend trocken blieb, regnete es sich am Morgen wieder so richtig ein. Wir sind nach dem Frühstück aber dennoch losgezogen, um die Gegend weiter zu erkunden. Man kann ja nicht den ganzen Urlaub im Hotelzimmer verbringen.

Unser erstes Ziel an diesem Tag war Altenburg (Castelvecchio), das Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen ist, u.a. zur Rastenbachklamm. Diese stand eigentlich ganz oben auf unserer To-Do-Liste für die Reise, aber dank dem Dauerregen war eine Erkundung der Klamm leider nicht möglich.

Altenburg selbst gehört noch zu Kaltern, liegt aber ca. 6 km vom Ortszentrum entfernt auf einem Plateau vor dem Mendelkamm. Von dort oben hat man normalerweise eine tolle Aussicht auf den Kalterer See und die umgebenden Berge. Aber aufgrund des Dauerregens hatten wir leider nicht viel Aussicht auf Aussicht. Als wir am Aussichtspunkt angekommen waren, schweifte unser Blick nicht über südtiroler Weiten, sondern prallte auf eine undurchdringliche Nebelwand.


Während wir uns noch über die Wahnsinnsaussicht amüsierten, zog es aber doch tatsächlich ein wenig auf. Und so konnten wir doch noch einen Blick auf den Kalterer See und die Leuchtenburg erhaschen.


Neben der Aussicht kann man in Altenburg auch noch die spätgotische Kuratiekirche St. Vigilius bewundern, die zwischen 1491 und 1497 in ihrer heutigen Form erbaut und 1510 geweiht wurde. Erwähnt wurde die Kirche aber bereits im 9. Jahrhundert.  Die Kirche ist sowohl von außen als auch von innen sehr sehenswert. Sie besitzt ein Dach aus bunt glasierten Biberschwänzen und an der nördlichen Außenseite hat sich ein Außenfresko des heiligen Christophorus erhalten (um 1360). Der Innenbereich wird von einem neugotischen Flügelaltar aus dem Jahr 1912 dominiert.


Von Altenburg ging es auf einem sehr abenteuerlichen, engen Gässchen wieder hinunter nach Tramin und von dort weiter nach Neumarkt (Egna). Dort waren wir am Vortag ja schon einmal und sind dann aufgrund des Regens wieder geflüchtet. Diesmal ließen wir uns vom Regen jedoch nicht abschrecken.

Neumarkt wurde 1189 als Burgum Novum Egne von Bischof  Konrad von Trient gegründet und hatte im Mittelalter aufgrund seiner zentralen Lage  an den Handelsstraßen zwischen Nord und Süd sowie an der Etsch eine große wirtschaftliche Bedeutung und hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, darunter auch die Pfarrkirche St. Nikolaus aus dem 15. Jahrhundert, die uns mit einem äußerst intensiven Zwölfuhr-Läuten begrüßte. So einen lauten Glockenlärm haben wir bisher noch nie gehört und er hielt eine Viertelstunde lang an. Wie die direkten Anwohner das jeden Tag aushalten, ohne taub zu werden, ist rätselhaft.


Bei einem Spaziergang durch die Neumarkter Altstadt haben wir uns die bekannten Laubengänge angesehen, die zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert erbaut wurden. Neumarkt gehört zu den schönsten Dörfern Italiens und bei Sonnenschein und blauem Himmel hat die Altstadt mit Sicherheit ihren besonderen Reiz, der sich aber bei dem regengrauen Einheitsbrei leider nur erahnen lässt.




Nach unserem Bummel durch Neumarkt machten wir uns auf den Weg nach Salurn (Salorno) - der südlichsten Gemeinde Südtirols. Bereits auf dem Weg dorthin legte der Wettergott jedoch nochmal eine Ladung Wasser nach und es fing wolkenbruchartig zu schütten an. Eigentlich wollten wir uns in Salurn die Haderburg ansehen, die bereits im 11. Jahrhundert wildromatisch auf einem freistehenden Felsen in den Geierwänden erbaut wurde.

Bei dem Regen war es allerdings keine gute Idee auf Felsen herum zu klettern. Aber wir hatten ein anderen Ziel. Bereits bei der Anfahrt nach Salurn konnten wir aus der Ferne einen beeindruckenden Wasserfall hinter Salurn erkennen und den wollten wir uns genau ansehen. Es handelt sich um den Wasserfall des Titschenbachs,  der dank des Dauerregens zu einer beeindruckenden Naturgewalt angewachsen war. Man kann hier direkt bis an den Wasserfall hingehen und es ist unglaublich, mit welcher Kraft, das Wasser hier herabstürzt.


Nach dem Besuch am Wasserfall waren wir dann von allen Seiten durchweicht und wärmten uns in der Albergo  wieder auf, bevor wir uns gegen 15 Uhr wieder auf den Weg zurück ins Hotel nach Kaltern machten. Für diesen Tag hatten wir genug Wasser abbekommen.

Bis zum Abend regnete es sich immer mehr ein (soweit das überhaupt noch möglich war) und als wir uns auf den Weg zum Abendessen ins Gasthaus zur Linde machten, war auch noch Nebel aufgezogen. Den ließen wir samt dem Regen draußen und genossen unser Abendessen mit Rindsbackerl und weißem Tartufo zum Nachtisch.


Nach drei Tagen Dauerregen waren wir aber schon ziemlich frustriert und hofften inständig, dass es am nächsten Tag endlich besser werden würde und wir vielleicht auch mal einen Sonnenstrahl zu Gesicht bekommen würden. Ob sich diese Hoffnung erfüllte, erfahrt ihr dann im nächsten Beitrag.



Infobox Umgebung

Sehenswertes:
Altenburg 💗💗💗💗💛
bei schönem Wetter tolle Aussicht auf den Kalterer See und Umgebung, sehenswerte spätgotische Kirche St. Virgil, Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen, u.a. zur Rastenbachklamm

Neumarkt 💗💗💗💛💛:
Altstadt mit Laubengängen aus dem 13.-16. Jahrhundert - sehenswert

Salurn 💗💗💗💗💛:
wildromatische Haderburg in den Geierwänden, Titschenbach-Wasserfall

Essen:
Dorfgasthaus zur Linde 💗💗💗💗💛
Sehr gutes Essen. Wir hatten Rindsbackerl und weißes Tartufo - beides sehr lecker. Am besten vorreservieren, da das Gasthaus gut besucht ist. Aus diesem Grund ist es auch etwas laut und eng.
https://www.dorfgasthaus-zur-linde.com/deutsch/dorfgasthaus/ 



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Sonntag, 18. November 2018

Südtirolreise 2018: Anreise nach Kaltern und Spaziergang durch Tramin - 27./28. Oktober 2018

(Infos zu Umgebung findet ihr in der Infobox unter dem Blogbeitrag; enthält unbezahlte Werbung ohne Auftrag zu Infozwecken)

Servus miteinand´ und herzlich Willkommen bei Drei Bayern on Tour!

Unseren Herbsturlaub haben wir heuer in Südtirol verbracht - genauer gesagt in Kaltern an der Weinstraße. Die ganze Zeit vor unserer Abreise herrschte fantastisches Wetter, doch pünklich zu unserem Aufbruch nach Südtirol fing es an zu regnen und wollte gar nicht mehr aufhören. Ganze Sturzbäche fielen auf der ca. 300 km langen Fahrt nach Kaltern vom Himmel und oben am Brenner sichteten wir sogar die ersten Schneeflocken in diesem Herbst/Winter.


Wir kamen am Nachmittag in Kaltern an und bezogen unsere Zimmer im Torgglhof. Dort wurden erst im Frühjahr diesen Jahres neue Pergola-Suiten gebaut und wir hatten zwei davon gemietet - zum Glück, denn dort konnte man es auch bei Regentagen gut aushalten, ohne dass man Platzangst bekam. Außerdem war der große Balkon mit Aussicht auf die Weinberge wirklich klasse und man konnte dort auch bei Regen sitzen, ohne nass zu werden.


Viel ging dann am Anreisetag auch nicht mehr und so machten wir es uns im Zimmer gemütlich und fuhren abends nach Kaltern hinein, wo wir auf Empfehlung des Hotelbesitzers im Spuntloch einen Tisch reserviert hatten. Hier sollte es sehr gute Steaks geben, aber wir waren von dem Essen ziemlich enttäuscht. Das Preis-Leistungsverhältnis hat hier definitiv nicht gepasst.

Am nächsten Tag wurden wir wieder von Regenwolken begrüßt. Wir hatten für die Reise einige Wanderungen geplant - zum Beispiel durch die nahegelegene Rastenbachkamm und die Bletterbachschlucht. Das konnte man aber bei dem Wetter vergessen. Also beschlossen wir, uns die beiden Weinstädtchen Tramin und Neumarkt anzusehen.



Auch bei Regenwetter hat die Umgebung von Kaltern besonders im Herbst einen besonderen Reiz. Die Wolkenbänder hängen tief zwischen den Bergen, das Weinlaub ist kräftig gelb gefärbt und überall sieht man Apfelplantagen mit dicken, roten Äpfeln, die in den Ästen hängen.

Das Städtchen Tramin ist weltbekannt für Weine aus der Rebe Gewürztraminer und kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken. Man hat hier schon erste Siedlungsspuren aus der Bronzezeit entdeckt. Wahrzeichen von Tramin ist die Pfarrkirche St. Quiricus und Julitta, die1492 fertig gestellt wurde.


Während wir durch Tramin spaziert sind, hatte es zu regnen aufgehört, doch als wir auf dem Weg nach Neumarkt waren, fing es wieder wolkenbruchartig zu schütten an. Wir wollten den Regenguss zunächst im Auto abwarten, doch er ließ nicht nach, so dass wir wieder ins Hotel zurückfuhren und es uns am Nachmittag im Zimmer gemütlich machten. Es schüttete weiter wie aus Eimern bis in die Nacht hinein.

Am Abend machten wir uns wieder auf den Weg nach Kaltern und gingen diesmal ins Gasthaus zum Weißen Rössl im Zentrum der Altstadt essen. Diesmal hatten wir mehr Glück, denn das Essen dort war superlecker. Eine klare Empfehlung, wenn ihr mal in Kaltern seid.

Der Regen hielt auch am nächsten Tag noch an, doch nach dem ersten Regenschock nach der Ankunft in Südtirol, begaben wir uns dann doch auf Streifzug - auch wenn wir das Wasser da wirklich von allen Seiten abbekommen haben. Aber davon mehr im nächsten Beitrag.

Infobox Umgebung

Unterkunft:
Hotel Torgglhof in Kaltern 💗💗💗💗💛
neue, geräumige Pergola-Suiten mit großem Balkon und Ausblick auf Kaltern und die Weinberge. Leckeres Frühstück. Spa-Bereich mit beheiztem Swimming Pool und Massage-Möglichkeit. Restaurant gibt es keines. Da muss man auf die Gasthäuser in Kaltern ausweichen. Ich würde jedoch nicht den Vorschlägen des Hotelpersonals folgen. Diese Restaurants sind nicht so der Hit. Geht lieber ins Weiße Rössl oder den Kaltererhof.

Essen:
Gasthof zum Weißen Rössl 💗💗💗💗💛
Schönes, ruhiges Gasthaus direkt im Zentrum der Altstadt von Kaltern. Sehr nette Bedienung und leckeres Essen, das superschnell serviert wird. Wir waren zweimal während unseres Kaltern-Aufenthalts dort und hatten einmal Cordon Bleu und einmal Rumpsteak. Beides war super. 
http://weisses-roessl-kaltern.com/

Spuntloch 💗💗💛💛💛
Das Spuntloch wurde uns vom Torgglhof empfohlen, da es sich wohl um ein sehr beliebtes Steak-Restaurant in Kaltern handelt. Leider konnte uns das Spuntloch nicht überzeugen. Wir hatten drei Steaks bestellt, wovon eines sehr mickrig ausfiel und garantiert nicht die angegebenen 200g auf die Waage brachte. Leider wurden die Steaks auch fast kalt serviert. Geschmacklich wars ok, aber der Wow-Effekt blieb aus. Die gelieferte Qualität rechtfertigt den saftigen Preis keinesfalls. Das Ambiente im Gewölbekeller ist sehr urig, allerdings wird es dort sehr schnell sehr voll und laut. Wer dort essen gehen möchte, sollte vorreservieren.
http://www.spuntloch.it/



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Freitag, 9. November 2018

Kneifelspitze - 20. Oktober 2018

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Im Video zu unserer Wanderung auf dem Gerner Höhenweg habe ich euch ja erzählt, dass wir für nächstes Jahr die Kneifelspitze auf unserem Wanderplan steht. Da der Herbst heuer aber so schön ist, haben wir beschlossen, die Kneifelspitze doch noch dieses Jahr in Angriff zu nehmen.

Die Kneifelspitze ist ein 1189 m hoher Vorberg des Untersbergmassivs und bietet vom Gipfel aus einen tollen Blick auf die Berchtesgadener Bergwelt - vor allem das Watzmannmassiv kann man von hier aus in seiner Gesamtheit bewundern. Beim Aufstieg muss man 430 relativ steile Höhenmeter überwinden. Ansonsten ist der Weg aber einfach zu gehen. Er ist auch als Herz-Kreislauf-Testwanderung ausgeschrieben.

Als wir am Vormittag losgefahren sind, hing der Nebel noch sehr dick in den Bergen. Da sich die Suppe an den Vortagen jedoch immer um die Mittagszeit aufgelöst und einem schönen, blauen Himmel Platz gemacht hatte, waren wir zuversichtlich, dass dies auch an diesem Tag der Fall sein würde. Und tatsächlich sah es dann bei unserer Ankunft in Maria Gern ganz vielversprechend aus.


Ausgangspunkt der Wanderung auf die Kneifelspitze ist wie auch beim Gerner Höhenweg die Wallfahrtskirche Maria Gern. Der Weg zur Kneifelspitze führt hinter der Kirche hinauf. Zuerst muss man ein sehr steiles Stück Teerstraße bis zum Lauchlehen hinter sich bringen. Danach geht es auf einem Waldweg weiter, von dem dann rechts ein Serpentinenweg zum Gipfel abzweigt.

Eine Besonderheit in den Wäldern um die Kneifelspitze sind die Schneerosen, die hier wirklich überall wachsen. Im Spätwinter bzw. zeitigen Frühjahr, wenn sie in der Blüte stehen, muss das ein toller Anblick sein.


Oben auf dem Gipfel lockt dann die Paulshütte mit schöner Sonnenterrasse, von der aus man den Ausblick genießen kann - oder könnte, wenn das Wetter mitspielt. Wir hatten leider kein Glück. Denn auch wenn es am Anfang unserer Wanderung vielversprechend aussah, hatte der Nebel beschlossen, nochmal zurückzukommen und den gesamten Himmel zuzuziehen. Fazit: wir hatten so gut wie gar keine Aussicht. Aber wir haben uns die gute Laune trotzdem nicht verderben lassen und uns vor dem Abstieg erst einmal leckere Germknödel in der Paulshütte genehmigt.




Als wir uns dann an den Abstieg machten, war es so richtig herbstlich geworden. Der Nebel zog in Schwaden herein und machte die Luft klamm und der Wind riss die Blätter von den Bäumen. Schön war es, so durch den Herbstwald zu wandern.


Beim Rückweg sind wir dann nicht über Lauch, sondern über die Marxenhöhe gewandert. Von hier aus hat man an schönen Tagen noch einmal eine tolle Aussicht und kann vor dieser Kulisse auch auf einer großen Hutschn schaukeln. Aber auch an trüben Tagen ist der Pfad über die Buckelwiesen eine schöne Abwechslung.


Und zu einer gelungenen Wanderung gehört natürlich am Ende noch eine Einkehr dazu. Diesmal haben wir uns im Restaurant Alpenglück in Weißbach an der Alpenstraße einen leckeren Zwiebelrostbraten schmecken lassen.

Wart ihr selbst schon einmal auf der Kneifelspitze unterwegs oder habt ihr Fragen zur Wanderung? Schreibt uns eure Eindrücke und/oder Fragen in die Kommentare! Auch sonst freuen wir uns natürlich über euer Feedback :)  

Infobox Wanderroute

Strecke: 7,0 km - Start an der Wallfahrtskirche Maria Gern und dann der Ausschilderung zur Kneifelspitze über das Lauchlehen folgen. Zurück nicht zum Lauchlehen abbiegen, sondern der Beschilderung zur Marxenhöhe und danach zurück nach Maria Gern folgen.

Aufstieg: 436 hm

Abstieg: 436 hm

Dauer: insgesamt: 4:38 h - reine Gehzeit: 3:00 h

Schwierigkeitsgrad: 💗💛💛💛💛
Die Kneifelspitze erreicht man über asphaltierte Straßen bzw. gute Wanderwege, die nicht schwierig zu gehen sind.

Kondition: 💗💗💗💛💛
Der Weg zur Kneifelspitze ist nicht sehr lang oder schwer zu gehen, aber fast durchgehend steil bis sehr steil. Deshalb sollte man eine gute Kondition und beim Abstieg unempfindliche Kniegelenke mitbringen.

Landschaft: 💗💗💗💗💗
Der Ausblick von ganz oben ist klasse - zumindest, wenn die Sicht nicht durch Nebel blockiert wird :P  

Sehenswertes auf der Strecke:
Wallfahrtskirche Maria Gern, Schneerosen in den Waldgebieten der Kneifelspitze, Ausblick auf der Kniefelspitze und der Marxenhöhe, Schaukeln mit Watzmannblick auf der Marxenhöhe

Jahreszeit:
April bis November


Karte: www.openstreetmap.de

Infobox Umgebung

Anfahrt: Von Bayrisch Gmain auf der B20 Richtung Berchtesgaden - bei Bischofswiesen auf die Aschauerweiherstraße abbiegen und der Beschilderung nach Maria Gern folgen.

Parken:
Parkplätze an der Wallfahrtskirche Maria Gern

Essen:
Paulshütte an der Kneifelspitze 💗💗💗💗💛
Sonnenterrasse mit Wahnsinnsausblick auf die Berchtesgadener Bergwelt.
Gutes Bier und sehr leckere Germknödel. Leider ist das Personal sehr unfreundlich, aber das kann man ausblenden.
https://www.kneifelspitze-berchtesgaden.de/

Hotel und Restaurant Alpenglück in Weißbach an der Alpenstraße 💗💗💗💗💗
Schon von der Straße aus fällt das Restaurant Alpenglück positiv ins Auge und lädt zur Einkehr ein. Im gemütlichen rot-weiß gehaltenen Gastraum setzt sich der positive Eindruck fort. Das Personal ist sehr freundlich und der Zwiebelrostbraten war klasse.
https://www.hotel-alpenglueck.de/

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Donnerstag, 1. November 2018

Wasserburg - Skulpturenweg und Innleite - 14. Oktober 2018

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Servus miteinand´ und herzlich Willkommen bei Drei Bayern on Tour!

Diesmal waren wir zur Abwechlung einmal nicht in den Bergen unterwegs und haben diese nur aus der Ferne gesehen. Unser Ziel war nämlich da malerische Städtchen Wasserburg, wo wir entlang des Skulpturenwegs und der Innleite wandern wollten. Wir hatten uns das schon lange vorgenommen, aber uns hat es dann doch immer wieder in die Berge gezogen. An diesem Tag haben wir aber dann doch endlich mal die Wasserburg-Wanderung in Angriff genommen.

Wasserburg liegt ca. 60 km östlich von München im Landkreis Rosenheim. Die Besonderheit an Wasserburg ist, dass seine Altstadt auf einer vom Inn umflossenen Halbinsel liegt und nur über eine schmale Landbrücke erreichbar.

Wir haben unsere Wanderung am Kellerberg begonnen und sind erst einmal den Kellerbergweg hinunter zum Inn und über die Rote Brücke zur Altstadt gewandert. Von der Brücke aus kann man die bunte Häuserfront der Altstadt bewundern - die typische Optik der Salzstädte in unserer Gegend. Im Mittelalter ist Wasserburg nämlich wie viele Städte in der Umgebung vom Salzhandel reich geworden. Die Altstadt erreicht man über das Brucktor, durch welches die alte Salzstraße in die Stadt geführt hat. Die Malerei an der Innfront am Brucktor stammt noch aus dem Jahr 1568.


Heute sind wir aber nicht durch die Altstadt spaziert, sondern um die Halbinsel herum am Inn entlang auf dem Skulpturenweg. Mit über 30 Skulpturen namhafter Künstler handelt es sich hier um die größte Open Air Galerie in Bayern. Manche Skupturen waren ganz interessant und andere - naja. Aber über Kunst lässt sich ka bekanntlich nicht streiten.

"Isis" von Leonhard Schlögel

Inn-Schrift des Kreises

Die schönste Kunst liefert aber immer noch die Natur- Gerade der Herbst beweist mit seinen wunderbaren Farben immer wieder, welch talentierter Maler er doch ist.



Nach der Umrundung der Halbinsel ging es weiter entlang des Inns bis zur Innbrücke. Auf dem Weg dorthin sind wir an einer wirklich sehenswerten kleinen Schiffsleutkapelle vorbeigekommen, die im Innenbereich liebevoll mit Schiffsmotiven verziert war.



Dann ging es über die Innbrücke und weiter in Richtung Innleite. Dieser Abschnitts des Weges war nicht so schön, weil er ein gutes Stück an der Bundesstraße entlangführte, so dass wir froh waren, als wir rechts auf einen Feldweg Richtung Innleite abbiegen konnten. Aber auch den Weg über die Innleite kann man sich sparen. Der Weg durch den Wald ist ok, aber man hat keinen Blick auf den Inn oder die Altstadt.


Erst beim Huberwirt auf dem Kellerberg bietet sich eine wirklich schöne Aussicht auf die Altstadt, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Und zu jeder Wanderung gehört zum Schluss dann natürlich noch eine schöne Einkehr - diesmal beim Huberwirt auf ein schönes Bier und ein Rumpsteak.


Wart ihr selbst schon einmal auf dem Skulpturenweg oder der Innleite in Wasserburg  unterwegs oder habt ihr Fragen zur Wanderung? Schreibt uns eure Eindrücke und/oder Fragen in die Kommentare! Auch sonst freuen wir uns natürlich über euer Feedback :)  


Infobox Wanderroute

Strecke: 8,3 km - Start am Kellerberg (Huberwirt), den Kellerbergweg hinunter bis zum Inn, dann über die Rote Brücke bis zum Brucktor. Dort rechts halten und zum Inn hinunter auf den Skulpturenweg. Auf diesem die gesamte Halbinsel umrunden und weiter am Inn entlang bis zur Innbrücke. Unter der Innbrücke hindurch gehen und dann links hinauf dem Weg zur Innbrücke folgen (an der Abzweigung steht ein Wegweiser "Innbrücke"). Dann über die Innbrücke und weiter auf dem Rad- und Fußgängerweg parallel zur Bundesstraße B304 bis es rechts auf einen Feldweg zur Innleite geht. Dem Weg bis zum Aussichtspunkt beim Huberwirt folgen. 

Aufstieg: 131 hm

Abstieg: 119 hm

Dauer: insgesamt 3:20 h - reine Gehzeit: 2:50 h 

Schwierigkeitsgrad: 💗💛💛💛💛
Der Weg führt durchgehend auf asphaltierten Straßen und guten Waldwegen. Meist ist der Weg flach, nur ab und zu gibt es geringe Steigungen.

Kondition: 💗💛💛💛💛
Abgesehen von der Fähigkeit, längere Strecken gehen zu können, ist keine besondere Kondition nötig. 

Landschaft: 💗💗💛💛💛
Die Altstadt und der Weg am Inn entlang ist schön. Den Weg über die Innleite kann man sich jedoch sparen. 

Sehenswertes auf der Strecke:
Altstadt von Wasserburg, Skulpturenweg am Inn entlang, Schiffsleutkapelle

Jahreszeit:
Die Wanderung kann zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden. 




Infobox Umgebung

Anfahrt: 
Von München kommend auf der B304 bis Wasserburg, Bei Wasserburg über die Innbrücke fahren und die erste Ausfahrt rechts auf die Salzburger Straße nehmen. Der Huberwirt am Kellerberg liegt nach ca. 700 m auf der rechten Seite.

Parken:
Parkplatz beim Huberwirt (man darf hier i.d.R. stehen bleiben, aber bitte vorher fragen)

Essen:
Huberwirt am Kellerberg 💗💗💗💛💛
Sehr gute, bodenständige Küche und nettes Personal. Die Wartezeit aufs Essen ist etwas lang (bei uns über 45 min) und der Straßenlärm stört im Biergarten etwas. Ansonsten aber sehr schönes Gasthaus (mit Hotel). Empfehlenswert ist das Rumpsteak und als kleine Nachspeise der Affogato (Espresso mit Vanilleeis).
https://www.huberwirtamkellerberg.de/ 

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Dienstag, 16. Oktober 2018

Gerner Höhenweg - 06. Oktober 2018

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Im Berchtesgadener Land gibt es ja viele sogenannte Malerwinkel - insbesondere in der Ramsau und um den Königsee herum. Es handelt sich hierbei um landschaftlich besonders reizvolle Orte, die gerne von den Malern der Romantik als Motiv für ihre Werke herangezogen wurden. Der Blick auf die Wallfahrtskirche Maria Gern und den Watzmann im Hintergrund gehört seltsamerweise nicht dazu. Dabei ist er einer der schönsten und meistfotografierten Motive im Berchtesgadener Land. Und genau dieses malerische Fleckchen Erde wollten wir auf der heutigen Wanderung auf dem Gerner Höhenweg auf uns wirken lassen. Wir hatten einen wunderbaren Bilderbuchherbstag erwischt, der die Blätter leuchten ließ und die Bergkulisse gestochen scharf vor einem stilechten bayrischen Himmel in weiß-blau abhob.

Begonnen haben wir unsere Wanderung an der Wallfahrtskirche Maria Gern, die 1709 im Rokoko-Stil auf einem kleinen Hügel, dem Reitbichl, erbaut wurde. Das Hochtal Maria Gern war jedoch bereits viel früher Ziel von Wallfahrten. im 17. Jahrhundert stand hier jedoch nur eine kleine Kapelle, die schließlich dem Andrang der Pilger nicht mehr gewachsen war und durch eine Kirche ersetzt wurde.


Die malerische Kirche ist jedoch nicht nur von außen sehenswert. Im Innenbereich kann man Fresken, Stuckarbeiten und das 1666 vom Wolfgang Huber geschnitzte Muttergottesbild bewundern, dem wundertätige Wirkung zugeschrieben wird.


Hier beginnt der Gerner Höhenweg und führt uns in seinem Verlauf durch das gesamte Gerner Hochtal, dass seinen Namen seiner dreieckigen Form zu verdanken hat. "Gere" bedeutet im Mittelhochdeutschen nämlich soviel wie "Dreieck". Begrenzt wird das Gerner Hochtal vom Großen Rauhen Kopf im Westen - einem Ausläufer des Untersberg, der sich mit dem Berchtesgadener Hochthron gleich im Nordwesten anschließt. Im Osten liegt die Kneifelspitze und im Norden wird das Tal von der Almbachklamm abgeschlossen.

Zuerst geht es am Klammweg entlang des Gerner Baches und dann weiter auf der Gerner Straße zum Gasthaus Bachgütl. Der Weg führt uns dann weiter durch Hintergern und auf dem Unterbergweg hinauf zum Stiedlerlehen. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf die Ostwand des Untersberg.


 In der anderen Richtung erhebt sich die Kneifelspitze und der Hohe Göll über das Gerner Hochtal.


Und auch Watzmannfrau und Watzmann-Mittelspitze lugen vorwitzig hinter dem Geschirrkopf hervor (der "Hügel" heißt tatsächlich so :P ).


Am Untersberghof geht es links weiter über eine große Wiese und an einer Lama - Weide vorbei - hier kann man nämlich auch mit Lamas durch Berg und Tal wandern.


Dann geht es hauptsächlich durch Wald weiter zum Ascherlehen und wieder bergab zum Planitschlehen. Leider sieht man hier nicht soviel von der schönen Umgebung, da der Geschirrkopf die Sicht versperrt.  Ein paar schöne Blicke auf Maria Gern und den Hohen Göll bieten sich aber dennoch.


Beim Klapflehen angekommen, sind wir dann rechterhand eine kleine Ergebung hochgestiegen und hatten von dort aus endlich den ersehnten Blick auf den Watzmann.


Danach ging es wieder zurück zur Wallfahrtskirche Maria Gern, wo wir noch ein paar Aufnahmen des berühmten Ausblicks festhielten.


Zum Abschluss der Wanderung fuhren wir noch auf einen leckere Germknödel ins Gasthaus Dürrlehen. Hier hatten wir von der Sonnenterrasse aus noch einmal einen schönen Blick auf den König Watzmann - eingerahmt von bewaldeten und herbstlich gefärbten Hängen.


Wart ihr selbst schon einmal auf dem Gerner Höhenweg unterwegs oder habt ihr Fragen zur Wanderung? Schreibt uns eure Eindrücke und/oder Fragen in die Kommentare! Auch sonst freuen wir uns natürlich über euer Feedback :) 

Infobox Wanderroute

Strecke: 7,9 km - von der Wallfahrtskirche Maria Gern auf dem Klammweg Richtung Hintergern, dann am Gasthof Bachgütl vorbei und weiter durch Hintergern. Auf dem Untersbergweg hinauf zum Stiedlerlehen und weiter zum Untersberghof. Dann links über die Wiese (am Gatter links halten) und an der Lamaweide vorbei. Weiter  durch den Wald und auf dem Obergernerweg bis zum Ascherlehen. Dann bergab bis zum Planitschlehen und weiter zum Klapflehen. Von dort am Fendtlehen vorbei und zurück zur Wallfahrtskirche Maria Gern. Der Gerner Höhenweg ist gut ausgeschildert. 

Aufstieg: 300 hm

Abstieg: 289 hm

Dauer: insgesamt 4:00 h - reine Gehzeit: 2:50 h

Schwierigkeitsgrad: 💗💗💛💛💛
Der Weg ist leicht zu gehen und führt größtenteil über asphaltierte Wanderwege. Der Abstieg zum Planitschlehen führt über einen Waldsteig - hier ist etwas Vorsicht geboten. 

Kondition: 💗💗💛💛💛
Bei mittelmäßiger Kondition ist die Strecke leicht zu gehen. Es geht einmal etwas steiler bergauf zum Stiedlerlehen und später ziemlich steil bergab zum Plantischlehen. Ansonsten sind keine größeren Steigungen vorhanden. 

Landschaft: 💗💗💗💗💛
Die Landschaft ist wirklich wunderschön und es bieten sich tolle Ausblicke. Ein Herz Abzug dafür, dass uns der Geschirrkopf den Blick auf den Watzmann verstellt hat 😜

Sehenswertes auf der Strecke:
Besonders sehenswert ist natürlich der berühmte Ausblick auf die Wallfahrtskirche Maria Gern und den Watzmann im Hintergrund. Ansonsten bieten sich tolle Blicke auf die Ostwand des Untersbergs und auf den Hohen Göll. 

Jahreszeit:
Die asphaltierten Abschnitte sind wohl das ganze Jahr über begehbar. Der Abstieg zum Planitschlehen ist bei Regen bzw. winterlichen Verhältnissen nicht zu empfehlen. 

 

Infobox Umgebung

Anfahrt:
Von Bayrisch Gmain auf der B20 Richtung Berchtesgaden - bei Bischofswiesen auf die Aschauerweiherstraße abbiegen und der Beschilderung nach Maria Gern folgen.

Parken:
Parkplätze an der Wallfahrtskirche Maria Gern

Essen:
Gasthof Dürrlehen in Hintergern mit schönem Blick auf den Watzmann auf der Sonnenterrasse
https://www.duerrlehen.de/de 


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Freitag, 5. Oktober 2018

Salzburger Hochthron (Untersberg) - 30. September 2018

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Feen, Zwerge, Zeitanomalien - viele Mythen und wundersame Geschichten ranken sich um den sagenumwobenen Untersberg. Und tatsächlich scheint eine mystische Energie von dem nördlichsten Bergmassiv der Berchtesgadener Alpen auszugehen. Wie ein riesiges Kreuzfahrtschiff ragt der Untersberg mit über 1400 m über das Salzburger Becken und strahlt eine stoische Ruhe und Zeitlosigkeit aus. Seinen Namen erhielt das markante Gebirgsmassiv höchstwahrscheinlich vom Altbairischen Wort "Untarn", was "Mittagszeit" bedeutet. Er tauchte erstmals 1306 in einer Urkunde des Salzburger Erzbischofs Konrad IV als "Vndarnsperch" auf.


Schon so oft haben wir das beeindruckende Untersbergmassiv auf den Fahrten zu unseren Wanderungen von der Ferne bewundert. Heute wollten wir nun endlich hinauf - und zwar mit der Seilbahn, die vom österreichischen St. Leonhard/Gartenau auf den Untersberg hinaufführt. Der Untersberg liegt zu zwei Dritteln in Bayern und zu einem Drittel in Österreich, doch nur von der österreichischen Seite führt eine Seilbahn hinauf. Von der Bergstation aus kann man dann auf einen der beiden Hauptgipfel - den Salzburger Hochthron auf 1853 m wandern - genau richtig für einen schönen Sonntagsausflug.

Bei der Talstation in Gartenau wurde die Vorfreude jedoch angesichts der Blechlawinen, die sich auf den drei Parkplätzen angehäuft hatten, etwas gedämpft. Es war rappelvoll - kein Wunder bei dem Kaiserwetter. Wir hatten Glück und ergatterten den allerletzten Parkplatz. Dann hieß es anstellen. Die Wartezeit hielt sich jedoch in Grenzen, da die Gondel angesichts des Besucheransturms nicht nach Plan alle 30 Minuten, sondern alle 10 Minuten fuhr. Wir wurden in die Gondel gepfercht und hatten zum Glück einen Fensterplatz auf der bergabgewandten Seite mit tollem Ausblick bis hin zum Dachsteingebirge.


Oben angekommen war von der stoischen Ruhe, welche der Untersberg von der Ferne ausstrahlt, leider nicht mehr viel übrig geblieben. Menschenkarawanen wälzten sich von der Bergstation den Reitsteig bis zum Salzburger Hochthron entlang. Von mystischer Energie war hier nicht mehr viel zu spüren. Es plapperte in allen möglichen Sprachen um uns herum und es ist immer wieder amüsant zu sehen, in welchem Aufzug manche Leute auf den Bergen unterwegs sind: mit Anzug, Anzugschuhen, Einkaufstaschen, Tweedmäntel, knöchellangen Röcken. Nur Flipflops haben wir diesmal dank der doch schon sehr frischen Temperaturen nicht gesehen.

Wir steuerten zuerst den Vorgipfel des Salzburger Hochthrons, das Geiereck auf 1806 m Höhe, an. Nach einem kurzen Rundumblick ging es weiter auf dem Reitsteig zum Salzburger Hochthron. Der Steig führt über Felsen und teils sehr abenteuerliche Stufen, die deutlich mehr Potential haben, sich die Beine zu brechen, als jeder Fels es haben könnte. Auf dem Salzburger Hochthron angekommen wird man jedoch mit einem traumhaften Rundumblick belohnt. Und hier oben hat man auch die Möglichkeit, den Menschenmassen ein wenig zu entfliehen, wenn man sich ein ruhiges Plätzchen abseits und westlich des Gipfelkreuzes sucht. Hier ist sie dann doch ein wenig spürbar, die mystische Energie, und man bekommt eine Vorstellung davon wie es wäre, wenn man hier oben mit dem Berg allein wäre.




Der Blick schweift über Hochstaufen, Lattengebirge und Kaisergebirge und bleibt schließlich am Watzmannstock hängen, bei dem ich regelmäßig ins Schwärmen gerate. Von der Perspektive hier oben überragt König Watzmann deutlich die umliegenden Gipfel und zeichnet sich scharf und deutlich mit Watzmannfrau und - kindern vor dem blauen Himmel ab. Ein Anblick, von dem ich mich nur schwer losreißen konnte.





Nach einer kleine Brotzeit machten wir uns wieder auf den Rückweg zur Bergstation, wo wir noch auf ein Bier einkehrten. Obwohl die Aussicht oben auf dem Untersberg wirklich wunderschön ist, war der sagenumwobene Berg doch eine kleine Enttäuschung. Zumindest auf dieser Seite des Untersbergs ist es einfach viel zu touristisch. Sicher muss man überall, wo eine Seilbahn raufgeht, mit vielen Menschen rechnen. Aber es gibt Orte, wo das trotzdem nicht in Massenabfertigung ausartet, wie z.B. auf der Kampenwand oder auf dem Rauschberg. Dies ist hier leider nicht gelungen.

Aber es gibt auf dem Untersberg noch viel zu entdecken. Durch die Verkarstung des Kalksteins haben sich in seinem Inneren zahlreiche Höhlen gebildet, die man erkunden kann und die höchstwahrscheinlich auch Ursprung der zahlreichen Sagen über Feen und Zwerge sind. Die bekanntesten Untersberghöhlen sind die Schellenberger Eishöhle, die Kolowratshöhle und die Riesending-Schachthöhle, die erst 1996 entdeckt wurde. Man vermutet, dass das Höhlen- und Gängesystem im Untersberg eine Gesamtlänge von über 70 km erreicht. Viel Platz also für Feen und Zwerge, um sich darin zu verstecken 😉 Außerdem kann man den Untersberg auch von der Berchtesgadener Seite zu Fuß bezwingen und zum Stöhrhaus wandern. Wenn also noch einmal Untersberg, dann auf jeden Fall ohne Seilbahn.


Zum Ausklang des Tages hat es uns dann wieder in die Ramsau zum Wirtshaus Schwarzeck gezogen. Diesmal zeigten sich die beiden Giganten Watzmann und Hochkalter in strahlendem Sonnenschein und wir konnten den Ausblick auf der Sonnenterrasse genießen. Dabei ließen wir uns einen wirklich megageilen Zwiebelrostbraten XXL schmecken.



Beim nächsten Mal ist der Gerner Höhenweg dran :)

Wart ihr selbst schon einmal auf dem Untersweg oder habt ihr Fragen zur Wanderung? Schreibt uns eure Eindrücke und/oder Fragen in die Kommentare! Auch sonst freuen wir uns natürlich über euer Feedback :)

Infobox Wanderroute

Strecke: 2,5 km - von der Bergstation am Geiereck auf dem Reitsteig zum Salzburger Hochthron und zurück. Optional kann man auch weiter bis zur Mittagsscharte und - wenn man genug Zeit mitbringt -bis zum Stöhrhaus am Berchtesgadener Hochthron wandern. Bitte beachten: Das Stöhrhaus ist zwischen Oktober und Mai geschlossen.

Aufstieg: 136 hm - Bergstation auf Salzburger Hochthron (1853 m) mit Abstecher auf Geiereck (1806 m)

Abstieg: 149 hm

Dauer: insgesamt 2:00 h - reine Gehzeit: 1:10 h

Schwierigkeitsgrad: 💗💗💗💛💛
Der Reitsteig ist  z.T. felsig, aber insgesamt in diesem Abschnitt leicht zu gehen. Aufpassen muss man jedoch bei den Stufen, die viel Stolperpotential in sich bergen.

Kondition: 💗💗💛💛💛
Insgesamt ist die Wanderung nicht sonderlich anstrengend - abgesehen von 1-2 steileren Passagen.

Landschaft: 💗💗💗💗💗
Die Aussicht vom Salzburger Hochthron ist ein Traum.

Sehenswertes auf der Strecke:
Bei gutem Wetter hat man einen tollen Ausblick auf das Voralpenland, auf die Stadt Salzburg und in die Alpen hinein bis zum Dachstein. Vom Salzburger Hochthron aus ist der Watzmann in seiner ganzen Pracht zu sehen.

Jahreszeit:
Zum Wandern zwischen Mai und Oktober bei gutem Wetter. Bei Nässe ist der Reitsteig nicht zu empfehlen.
Im Winter kann man Skifahren.


Infobox Umgebung

Anfahrt:
A10 aus Richtung Salzburg (Tauernautobahn) kommend - Ausfahrt Gröding auf die 160er - weiter nach St. Leonhard und der Ausschilderung zur Untersbergbahn folgen

Parken:
Parkplätze bei der Untersbergbahn

Untersbergbahn:
Berg-und Talfahrt 25€/Erwachsene(r)
Betriebszeiten, weitere Preiskategorien und Infos rund um den Untersberg auf der Webseite der Untersbergbahn: http://www.untersbergbahn.at/de

Essen:
Restaurant direkt an der Bergstation
Etwas unterhalb der Bergstation liegt das Zeppezauerhaus mit Einkehrmöglichkeit: http://zeppezauerhaus.com/

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