Mittwoch, 24. April 2019

Johannishögl - 30. März 2019

(Infos zu Wanderung und Umgebung findet ihr in der Infobox unter dem Blogbeitrag; enthält unbezahlte Werbung ohne Auftrag zu Infozwecken)

Servus miteinand´  und herzlich Willkommen bei Drei Bayern on Tour! 

Nach einem sehr stürmischen und ungemütlichen März setzte sich am Ende des Monats endlich der Frühling durch und wir nutzten das schöne Wetter für eine Wanderung auf den Johannishögl. Der Johannishögl ist ein gut 700 m hoher Bergkegel bei Piding im Landkreis Berchtesgaden, der sich leicht erwandern lässt. 

Ausgangspunkt war für uns der Wanderparkplatz Innerberg an der Högler Straße. Bereits von hier aus hat man einen tollen Blick auf den Untersberg, die Schlafende Hexe und den Hochstaufen. 



Der Weg führ dann durch den Knoglwald, in dem gerade massenweise Leberblümchen blühten. Der Waldboden war hier regelrecht von einem blauen Teppich bedeckt. 



Kurz vor dem Kleinhögl geht es dann aus dem Wald heraus und weiter bis zum Nesselthal Hof.  Das letzte Stück zum Johannishögl führt dann wieder durch waldiges Terrain. Hier ist die Wegführung etwas verwirrend und am Ende mussten wir quer durch den Wald eine Schneise hinauf laufen, um oben anzukommen.


Nesselthal Hof

Schließlich lichtete sich der Wald und wir erblickten die Kirche St. Johannis vor einer wunderbaren Bergkulisse. Die malerische Kirche ist ein Mix verschiedener Stilrichtungen und besitzt romanische Mauern, einen barocken Turm und ein spätgotisches Gewölbe. An ihrem Standort hat sich vermutlich bereits ein keltisches Heiligtum befunden und es gibt Hinweise darauf, dass der Johannishögl schon in vorgeschichtlicher Zeit als heiliger Ort verehrt wurde. Absolut nachvollziehbar angesichts der wunderbaren Aussicht auf die Bergwelt, die man von hier oben hat. Im Osten blickt man über Salzburg bis hin zum Gaisberg. Im Südosten sieht man den Untersberg und dahinter bis hin zum Dachstein. Im Süden geht es dann weiter mit dem Watzmann und der Reiteralpe bis hin zum Hochstaufen und Zwiesel im Südwesten.



 Kirche St. Johannis


Blick ins Salzburger Land

Oben auf dem Johannishögl direkt neben der Kirche befindet sich auch ein Berggasthof, dessen Sonnenterrasse zum Verweilen und Genießen einlädt. Wir haben uns ein paar Debreziner mit frisch geriebenem Kren schmecken lassen. Ambiente, Essen und Personal - alles top und absolut zu empfehlen. Und der Blick von der Sonnenterrasse ist natürlich unschlagbar 😃👍



Gut gestärkt machten wir uns dann wieder auf den Rückweg. Zuerst ging es die Straße bis nach Schwaig hinunter. Kurz vor Schwaig kletterten wir noch auf eine kleine Anhöhe und wurden mit einem wirklich atemberaubenden Ausblick belohnt,





Nach Schwaig ging es dann von der Straße runter und wir folgten einem Waldpfad bis zurück zum Parkplatz. 

Wart ihr selbst schon mal auf dem Johannishögl unterwegs oder habt ihr Fragen zur Wanderung? Schreibt uns gerne in die Kommentare. 

Infobox Wanderroute

Strecke: 8,5 km - Start am Parkplatz Innerberg an der Högler Straße. Dann durch den Knoglwald, unterhalb dem Kleinhögl vorbei uns weiter bis zum Nesselthal Hof. Von dort durch den Wald bis hoch zum Johannishögl. Zurück über die Hauptstraße bis nach Schwaig und dann weiter durch den Wald zurück zum Parkplatz.

Aufstieg: 290 hm

Abstieg: 270 hm

Dauer: reine Gehzeit: 3:00 h

Schwierigkeitsgrad: 💗💛💛💛💛
Einfach zu gehender Wanderweg. 

Kondition: 💗💗💛💛💛
Bei normaler Kondition kein Problem.

Landschaft: 💗💗💗💗💗
Die Aussicht vom Johannishögl ist fantastisch!

Sehenswertes auf der Strecke:
Kirche St. Johannis auf dem Gipfel des Johannishögl. Aussicht auf die Bergwelt und das Salzburger Land.

Jahreszeit:
Frühjahr, Sommer und Herbst. Im Winter je nach Schneelage. 

Weitere Infos und eine Karte zum Wanderverlauf findet ihr auf unserer Bergfex-Seite:

Drei Bayern on Tour auf Bergfex - Wanderung zum Johannishögl


Infobox Umgebung

Anfahrt: A8 Ausfahrt Bad Reichenhall und dann weiter auf die Högler Straße bis zum Parkplatz.

Parken:
Am Parkplatz Innerberg an der Högler Straße (kostenfrei).

Essen:
Berggasthof Johannishögl 💗💗💗💗💛
Gute, bayrische Küche, nettes Personal und zügige Bedienung. Der Biergarten mit der tollen Aussicht ist absolut top!
http://www.berggasthof-johannishoegl.de/

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Sonntag, 10. März 2019

Frillensee - 26. Dezember 2018

(Infos zu Wanderung und Umgebung findet ihr in der Infobox unter dem Blogbeitrag; enthält unbezahlte Werbung ohne Auftrag zu Infozwecken)

Servus miteinand´  und herzlich Willkommen bei Drei Bayern on Tour!

Ich hatte für die heutige Wanderung den Frillensee ausgewählt, weil es über Weihnachten in den Bergen geschneit hatte und ich auf ein wenig Winterwonderland hoffte. Immerhin liegt der Frillensee am Fuß der Nordwand des Zwiesel mitten in den Bergen und soll angeblich der kälteste See Mitteleuropas sein. Auf der Fahrt nach Inzell war jedoch kein Schnee zu sehen und auch in Inzell selbst lagen auf den umliegenden Wiesen vielleicht ein halber Zentimeter, wenns hochkam.  

Am Forsthaus Adlgaß waren wir erst einmal geplättet von den ganzen Autos, die dort standen. Ich hätte nicht gedacht, dass heute da so viele Leute unterwegs sein würden. Immerhin war es saukalt. Aber bereits beim Forsthaus Adlgaß hatte es was, was ich in Inzell unten noch vermisst hatte – nämlich haufenweise Schnee. Unglaublich, dass die 100 Meter Höhendifferenz schon einen solchen Unterschied machten. Die Nordwand des Zwiesel ragte majestätisch über der Szenerie und es waren ein Haufen Familien mit Kindern da, die am Hang rodelten. Eine Szene wie aus dem Winterbilderbuch. 


Wir machten uns dann Richtung Frillensee auf den Weg und es ging in den Wald hinein. Hier schien natürlich keine Sonne und es war dunkel und eisig kalt. Wir überquerten eine kleine Brücke über den Frillenseebach und danach führte der Weg am Bach entlang der munter vor sich hinplätscherte. An Ästen, die in den Bach hineinragten, hatten sich Eiszapfen gebildet. Immer weiter ging es in den verzauberten Winterwald hinein. Je höher wir hinauf kamen, desto mehr Schnee lag auf Weg und Bäumen. Am Wegesrand sind in regelmäßigen Abständen Infotafeln mit Sinnsprüchen aufgestellt, die zum Reflektieren anregen. Und es gibt auch immer wieder interaktive Stationen wie eine Baumorgel oder ein Baumtelefon, was den Weg auch für Familien mit Kindern attraktiv macht. 





 Der erste Kilometer ging bei mir etwas zäh, weil ich das Wandern nach über einem Monat Pause nicht mehr so gewohnt war. Aber als ich mich dann warm gelaufen hatte, ging es wieder super und die Beine liefen wie von selbst. Es war einfach wunderschön, durch den Winterwald zu laufen. Auch wenn es eisig kalt war und mir vor allem die Oberschenkel langsam zu Eisklumpen gefroren. Durch das Laufen hielt man sich jedoch einigermaßen warm. 

Und dann kam das Highlight: durch die Winterbäume hindurch konnte man zuerst die gefrorene Eisfläche des Frillensees sehen. Dann führte ein Pfad zu einem kleinen Steg am See hinaus und der kälteste See Mitteleuropas lag in seiner ganzen Pracht vor uns. Unglaublich schön war es da – wie in einem verzauberten Märchenland. Der See war komplett zugefroren und das Ufer von schneebedeckten Nadelbäumen gesäumt. An einem Ende des Sees war eine verschneite Waldhütte zwischen den Bäumen versteckt. Und hinter dem See ragte majestätisch die Nordwand des Zwiesel empor. Links dahinter war die Spitze des Hochstaufen zu sehen, die in oranges Sonnenlicht getaucht war. Der absolute Wahnsinn! Man konnte sich hier gar nicht satt sehen. 



Es ging weiter auf dem Weg um den See herum. Der Frillensee hat sich aus Gletscherwasser aus der letzten Eiszeit gebildet und war früher deutlich größer. Jetzt verlandet er immer mehr und wird irgendwann wohl ganz verschwinden. 

Auf dem Weg um den See boten sich immer wieder wunderbare Ausblicke auf die verzauberte Seenlandschaft. Hier war der Schnee auch gut 30 cm hoch und als ich seitlich vom Weg abging, um ein Foto zu machen, versank ich bis zu den Waden im Schnee. 


 Die Eisschicht am Ufer war ca. 2 cm dick. Der Frillensee hat ja die Besonderheit, dass er von innen nach außen zufriert. Innen ist die Eisschicht deshalb wahrscheinlich dicker gewesen. Trotzdem hätte ich die Tragfähigkeit nicht im Eigenversuch ausprobieren wollen. 

Dann ging es wieder entlang des Frillensees zurück zum Forsthaus Adlgaß.   Nur noch eine dünne Schicht bedeckte den Boden. Die Sonne sandte ihre goldenen Strahlen mittlerweile mitten durch den Wald und Adlgaß lag in strahlendem Licht. Hier hatte die Sonne auch wieder bereits eine solche Kraft, dass das Tauwasser in dicken Tropfen von den Bäumen fiel. 


 Wir wollten dann im Forsthaus Adlgaß essen gehen, aber es war brechend voll da. Es war ja auch noch der zweite Weihnachtsfeiertag und ohne Ende Leute da. Nach ein paar Minuten Wartezeit wurden wir dann in eine Hütte außerhalb des Haupthauses geführt. Da waren nur drei Tische drin und es war sowas von gemütlich und urig da drin.  

Wir haben uns Lammbraten bestellt und der war einfach nur megageil. Wunderbar zart und gschmackig mit selbstgemachter Soße und leckeren Kartoffelspalten und Brokkoli mit Mandelsplittern. Die Kartoffeln waren auch schön braun wie wir es mögen. selbstgemachtem Walnusseis und Hollerkompott gegönnt. Megalecker! Und das Personal war trotz dem enormen Andrang total ruhig und gelassen – sehr vorbildlich.  


Infobox Wanderroute

Strecke: 6,0 km - Start am Parkplatz  beim Forsthaus Adlgaß. Dann dem Wanderweg  entlang des Frillenseebachs zum Frillensee folgen, den See einmal umrunden und auf demselben weg wieder zurück.

Aufstieg: 154 hm

Abstieg: 147 hm

Dauer: insgesamt: 2:44 h - reine Gehzeit: 2:12 h

Schwierigkeitsgrad: 💗💗💛💛💛
Einfach zu gehender Wanderweg. Im Winter allerdings schwieriger, da stellenweise sehr glatt.

Kondition: 💗💗💛💛💛
Bei normaler Kondition kein Problem.

Landschaft: 💗💗💗💗💗
Bis zum See wandert man durch einen schönen Wald am Bach entlang. Der See selbst liegt an der Nordwand des Zwiesel und bietet gerade auch im Winter einen märchenhaften Anblick.

Sehenswertes auf der Strecke:
Frillensee.

Jahreszeit:
Frühjahr, Sommer und Herbst. Im Winter je nach Schneelage.



Karte: www.openstreetmap.de

Infobox Umgebung

Anfahrt: Von Siegsdorf kommend auf der B306 nach Inzell. In Inzell nach der Löwen-Apotheke links auf die Adlgaßer Straße abbiegen und der Straße bis zum Forsthaus Adlgaß folgen.

Parken:
Am Parkplatz beim Forsthaus Adlgaß (kostenfrei).

Essen:
Forsthaus Adlgaß 💗💗💗💗💗
Sehr leckeres Essen aus frischen, regionalen Zutaten, schönes Ambiente und sehr freundliches, zuvorkommendes Personal. Eine klare Empfehlung!
http://www.forsthaus-adlgass.de/

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Sonntag, 24. Februar 2019

Klein Kanada - 17. November 2018

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Servus miteinand´ und herzlich Willkommen bei Drei Bayern on Tour!

Am 17. November nutzten wir den eisigkalten, aber wunderbar sonnigen Herbsttag für einen Ausflug nach Klein Kanada - ein sehr schönes Seengebiet zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl.

Das Drei Seen - Gebiet besteht aus dem Lödensee, dem Mittersee und dem Weitsee und eignet sich hervorragend für eine Wanderung mit der ganzen Familie. Die Seen sind wunderbar blau und die Landschaft sieht aus wie eine Mischung aus Kanada und norwegischem Fjell.






Infobox Wanderroute

Strecke: 6,1 km - Start am Parkplatz  Mittersee. Dann dem Wanderweg um Mittersee und Lödensee folgen.

Aufstieg: 57 hm

Abstieg: 56 hm

Dauer: insgesamt: 2:56 h - reine Gehzeit: 2:03 h

Schwierigkeitsgrad: 💗💛💛💛💛
Einfach zu gehender Wanderweg.

Kondition: 💗💗💛💛💛
Keine besondere Kondition erforderlich. Keine nennenswerte Steigungen.

Landschaft: 💗💗💗💛💛
Wunderschöne Seenlandschaft, die nicht umsonst Klein Kanada genannt wird.

Sehenswertes auf der Strecke:
Gesamter Wanderweg um die Seen.

Jahreszeit:
Frühjahr, Sommer und Herbst. Im Winter je nach Schneelage.



Karte: www.openstreetmap.de

Infobox Umgebung

Anfahrt: Auf der 305 zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl. Die drei Seen liegen direkt an der Straße und sind nicht zu übersehen.

Parken:
Parkplatz am Mittersee. Am Lödensee und Weitsee stehen ebenfalls Parkplätze zur Verfügung (alle kostenfrei).

Essen:
Klostergasthof Maria Eck 💗💗💗💗💗
Bei unseren Wanderungen kehren wir immer wieder gerne im Klostergasthof Maria Eck ein. Das Essen ist hervorragend, das Ambiente sehr angenehme und das Personal sehr freundlich. Es gibt hier auch immer saisonale Leckerbissen wie z.B. Rehschäufele. Besonders empfehlenswert ist auch das Herrensteak. Von der Sonnenterrasse aus und auch von den Gasträumen hat man einen tollen Blick auf den Chiemsee. Ganz klare Empfehlung!
http://www.maria-eck.de/startseite.html

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Dienstag, 1. Januar 2019

Rundweg Maria Eck - 10. November 2018

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Servus miteinand´ und herzlich Willkommen bei Drei Bayern on Tour!

Kaum waren wir aus Südtirol zurückgekehrt, konnten wir wieder traumhaftes Herbstwetter und somit wenigstens die heimische Bergwelt genießen. Am Wochenende nach unserem Urlaub zog es uns deshalb wieder hinaus. Diesmal hatten wir uns den Rundwanderweg Maria Eck ausgesucht.


Ausgangspunkt war die Talstation der Hochfelln-Seilbahn in Bergen. Von dort führt der Rosenkranzweg Nr. 4 hinauf zum Kloster und der Wallfahrtskirche Maria Eck. Der Ort zieht schon seit dem 16. Jahrhundert zahlreiche Pilger an. Damals sollen Holzfäller immer wieder Lichterscheinungen am Himmel beobachtet haben. Sie hielten diese für ein göttliches Zeichen und es wurde an dem Ort zuerst eine Kapelle errichten. Später folgten Wallfahrtskirche und Kloster. Bekannt ist Maria Eck auch für die jährliche Trachtenwallfahrt im Mai.


Der Rosenkranzweg führt auf der gesamten Strecke durch einen Wald und die verschiedenen Stationen des Rosenkranz sind mit Marterl markiert. Am Wegesrand findet man außerdem haufenweise Ackerschachtelhalm, der hier kleine, urzeitlich anmutende Miniwälder bildet.




Neben Wallfahrtskirche und Kloster ist in Maria Eck vor allem auch das Klostergasthaus ein Besuchermagnet. Hier wurde erst heuer eine große Sonnenterrasse mit Chiemseeblick angebaut und das Essen ist hervorragend. Wir haben oben eine kleine Pause eingelegt und uns für abends drei Schäufele zurücklegen lassen. Diese fränklische Spezialität bekommt man hier in Oberbayern nämlich nur sehr selten.


Dann ging es über Scharam und durch einen wunderschönen Herbstwald wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Bergen.





Wart ihr selbst schon einmal in Maria Eck oder habt ihr Fragen zur Wanderung? Schreibt uns eure Eindrücke und/oder Fragen in die Kommentare! Auch sonst freuen wir uns natürlich über euer Feedback :)

Infobox Wanderroute

Strecke: 8,2 km - Start am Parkplatz der Talstation Hochfelln-Seilbahn. Dann Aufstieg über den Rosenkranzweg Nr. 4 nach Maria Eck. Von dort über Scharam wieder hinunter zum Ausgangspunkt.

Aufstieg: 312 hm

Abstieg: 345 hm

Dauer: insgesamt: 4:10 h (mit Einkehr) - reine Gehzeit: 2:50 h

Schwierigkeitsgrad: 💗💛💛💛💛
Einfach zu gehende Waldwege.

Kondition: 💗💗💛💛💛
Der Weg ist einfach zu gehen und die Steigungen sind nicht schwierig.

Landschaft: 💗💗💗💛💛
Man wandert größtenteils durch schöne Wälder. auf den Wanderwegen gibt es keine nenneswerten Aussichtspunkten. Oben bei Maria Eck hat man einen schönen Blick auf den Chiemsee.

Sehenswertes auf der Strecke:
Wallfahrtskirche und Kloster Maria Eck, Chiemseeblick

Jahreszeit:
Frühjahr, Sommer und Herbst. Im Winter je nach Schneelage.


Karte: www.openstreetmap.de

Infobox Umgebung

Anfahrt: Auf der A8 bis nach Bergen. In Bergen der Ausschilderung zur Hochfelln-Seilbahn folgen.

Parken:
Talstation Hochfelln-Seilbahn (2 € Parkgebühr).

Essen:
Klostergasthof Maria Eck 💗💗💗💗💗
Bei unseren Wanderungen kehren wir immer wieder gerne im Klostergasthof Maria Eck ein. Das Essen ist hervorragend, das Ambiente sehr angenehme und das Personal sehr freundlich. Es gibt hier auch immer saisonale Leckerbissen wie z.B. Rehschäufele. Besonders empfehlenswert ist auch das Herrensteak. Von der Sonnenterrasse aus und auch von den Gasträumen hat man einen tollen Blick auf den Chiemsee. Ganz klare Empfehlung!
http://www.maria-eck.de/startseite.html

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Samstag, 22. Dezember 2018

Südtirolreise 2018: Castelfeder - 02. November 2018

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Servus miteinand´ und herzlich Willkommen bei Drei Bayern on Tour!

Auch am letzten Urlaubstag wurden wir ordentlich eingewässert. Trotzdem wollten wir uns diesen letzten Tag nicht verregnen lassen und haben uns für eine Wanderung auf Castelfeder entschieden. Bei Castelfeder handelt es sich um einen ca. 400 m hohen Porphyrhügel, der vermutlich schon seit der Jungsteinzeit besiedelt wurde. Der Porphyr ist in der Gegend um Bozen die dominierende Gesteinsart. Sie ist vulkanischen Ursprungs und entstand vor ca. 270 Mio. Jahren als in dieser Gegend ausgeprägter Vulkanismus herrschte.

Unsere Wanderung begann am Parkplatz Schwarzenbach in Auer und führte uns zuerst durch den verregneten Forchwald entlang des Schwarzenbachs. Dann führte der Weg kontinuierlich bergauf durchs Biotop Castelfeder. Hier war es trotz Spätherbst zum Teil noch üppig grün und der kontinuierliche Regen vermittelte fast schon ein wenig Regenwaldfeeling.

Unterhalb des Gipfels begegneten wir ein paar sehr schönen Exemplaren vom sog. Tiroler Grauvieh. Die Kühe guckten uns interessiert an und fragten sich wahrscheinlich, was das für durchgeknallte Gestalten sind, die da freiwillig durch den Regen dackelten.


Die letzten ca. 30 Höhenmeter führt dann eine ehemalige Römerstraße auf den Gipfel. Der Aufstieg hier war etwas heikel, weil die Steine durch den anhaltenden Regen extrem rutschig waren. Der Regen hatte aber auch eine gute Seite - wir waren komplett allein auf dem Hügel und konnten so die besondere Atmosphäre dieses Ortes ganz ungestört auf uns wirken lassen. Hier oben hat man einen tollen Ausblick auf das Etschtal und kann die Ruinen einer jahrtausendealten Geschichte bewundern. Seit der Bronzezeit hatte der Ort sowohl strategische als auch religiöse Bedeutung. Man hat hier oben bronzezeitliche Urnengräber gefunden und bis heute haben sich die Überreste einer byzantinischen Ringmauer und der Barbara-Kapelle aus dem 6. Jahrhundert erhalten.



In der damaligen Zeit wurden auf Castelfeder auch Fruchtbarkeitsrituale durchgeführt und die sog. Fruchtbarkeitsrutschen kann man heute noch sehen. Es handelte sich dabei um glatte Felsen, auf welchen die Frauen bäuchlings herunterrutschten, wenn sie einen Kinderwunsch hatten.


Während des Abstiegs begegnete uns dann noch ein Feuersalamander, den ich im gelben Herbstlaub erst fast nicht gesehen hätte.


Nach dreieinhalb Stunden Wanderung im Dauerregen waren wir dann trotz Regenkleidung doch etwas durchgeweicht und haben den Rest des Nachmittags gemütlich im Hotelzimmer verbracht. Am Abend mussten wir aber nochmal raus, um eine geeignete Futterstation zu finden. Das gestaltete sich heute etwas schwierig, da die meisten Gasthäuser geschlossen hatten.
Schließlich landeten wir eher zufällig im Kalterer Hof und besser hätten wir es am letzten Tag nicht erwischen können. Das Essen dort war wirklich ausgezeichnet. Es waren gerade Wildtage und wir ließen und Reh bzw. Hirsch mit Steinpilzen und eine hervorragende Nachspeise schmecken.


Wart ihr selbst schon einmal auf Zeitreise bei Castelfeder oder habt ihr Fragen zur Wanderung? Schreibt uns eure Eindrücke und/oder Fragen in die Kommentare! auch sonst freuen wir uns natürlich über euer Feedback :)

Infobox Wanderroute

Strecke: 7,6 km - Start am Parkplatz Schwarzenbach in Auer. Von dort zuerst entlang des Schwarzenbachs durch den Forchwald und dann weiter der Ausschilderung hinauf nach Castelfeder folgen (Beim Gatter an der Felswand rechts dem breiten Weg um das Biotop herum folgen. Links führt ein schmaler Waldpfad direkt auf Castelfeder. Der ist aber landschaftlich nicht so reizvoll und nur bei trockenem Wetter zu gehen).  

Aufstieg: 222 hm

Abstieg: 245 hm

Dauer: insgesamt: 3:20 h - reine Gehzeit: 2:50 h

Schwierigkeitsgrad: 💗💗💛💛💛
Größtenteils einfach zu gehender, breiter Wanderweg. Die letzten Höhenmeter über die Römerstraße sollte man nicht bei Regen gehen, da die Steine extrem rutschig werden.

Kondition: 💗💗💛💛💛
Der Weg ist einfach zu gehen und die Steigungen sind nicht schwierig.

Landschaft: 💗💗💗💗💛
Insgesamt schöne Landschaft bei der Wanderung durchs Biotop. Auf dem Gipfel schöner Ausblick über das Etschtal.

Sehenswertes auf der Strecke:
Blick auf das Etschtal, Überreste der byzantinischen Ringmauer, Ruinen der Barbara-Kapelle, Fruchtbarkeitsrutschen

Jahreszeit:
Abhängig vom Wetter. Bei Schnee und Regen nicht zu empfehlen.


Karte: www.openstreetmap.de

Infobox Umgebung

Anfahrt: Von Tramin nach Auer auf der SP127. Der SP127/SS48 in Auer weiter folgen und dann rechts auf den Öffentlichen Parkplatz Naherholungszone Schwarzenbach abbiegen. 

Parken:
Öffentlicher Parkplatz Naherholungszone Schwarzenbach (kostenlos).

Essen:
Kalterer Hof 💗💗💗💗💗
Wir sind eher zufällig im Kalterer Hof gelandet und waren sowohl vom Ambiente als auch vom Essen begeistert. Auch das Personal war sehr freundlich und zuvorkommend. Es waren gerade Wildtage und wir hatten Reh bzw. Hirsch mit Steinpilzen und Polenta bzw. Preiselbeerkroketten. Das Wild war hervorragend und auf den Punkt zubereitet. Auch die Nachspeise war sehr lecker und auch fürs Auge ein Genuss. Ganz klare Empfehlung!


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Mittwoch, 19. Dezember 2018

Südtirolreise 2018: Kalterer See - 01. November 2018

(Infos zu Wanderung und Umgebung findet ihr in der Infobox unter dem Blogbeitrag; enthält unbezahlte Werbung ohne Auftrag zu Infozwecken)

Servus miteinand´ und herzlich Willkommen bei Drei Bayern on Tour!

Nach einem trockenen Tag in St. Martin im Kofel hatte uns am nächsten Tag schon wieder der Regen eingeholt. Erst gehen 15 Uhr ließ die himmlische Wasserflut nach und wir nutzten die Gunst der Stunde für eine Wanderung um den Kalterer See.

Der Kalterer See ist einer der größten Seen Südtirols und hat sich nach der letzten Eiszeit in einer Senke des alten Flussbetts der Etsch gebildet. Der südliche Teil ist heutzutage verlandet und besteht aus einem sehr breiten Schilfgürtel, dem Biotop Kalterer See. Überragt wird der See von der Leuchtenburg, die um das Jahr 1200 auf einem knapp 600m hohen Hügel neben dem See erbaut wurde.

Unsere Wanderung hat am Lido bei St. Joseph begonnen und führte und erst durch ausgedehnte Obstplantagen nördlich des Sees. Von hier aus hatte man einen tollen Blick auf den Mendelpass, der von Wolkenbändern umrahmt war.


Dann ging es weiter am Ostufer entlang des Campi di Lago. Leider ist hier kein direkter Zugang zum See möglich, da alles mit Hotels und Restaurants zugebaut ist - sehr schade. Stattdessen führt der Wanderweg über einen an diesem Tag sehr schlammigen Waldpfad an der Straße entlang.


Südlich des Sees führt der Wanderweg dann auf Holzstegen direkt in das Biotop hinein. Man fühlt sich hier wirklich wie in eine andere Welt hineinversetzt. Schilf, kleine Tümpel und bizarre Baumgewächse wechseln sich hier ab und man kommt sich fast vor wie Indiana Jones der einen fremden Dschungel erkundet. In diesem Bereich gibt es auch einen Aussichtsturm, der einen wunderbaren Blick über das Biotop und die dahinter liegenden Berge ermöglicht.



Am Ostufer geht es dann wieder zurück nach St. Joseph. hier wandert man durch ausgedehnte Apfelplantagen. Äpfel soweit das Auge reicht. Ein wirklich beeindruckender Anblick und wirklich unglaublich, wie viele Äpfel auf einen kleinen Baum passen.

Von hier aus hatten wir auch einen wunderbaren Blick auf die Leuchtenburg im Abendlicht.


Den Abend ließen wir dann im Restaurant Goldener Stern in Kaltern ausklingen (mehr dazu in der Infobox).

Infobox Wanderroute

Strecke: 8,3 km - Start am Lido bei St. Joseph. Dann der Ausschilderung des Rundwegs durch die Obstplantagen am Nordufer folgen. Weiter am Campi die Lago unterhalb der Leuchtenburg entlang bis zum Biotop Kalterer See am Südufer. Auf Holzstegen durch das Biotop und dann durch Apfelplantagen und Weinanbauflächen am westlichen Ufer entlang zurück zum Lido.   

Aufstieg: 91 hm

Abstieg: 93 hm

Dauer: insgesamt: 2:50 h - reine Gehzeit: 2:17 h

Schwierigkeitsgrad: 💗💛💛💛💛
Sehr einfach zu gehen.

Kondition: 💗💗💛💛💛
Der Weg ist einfach zu gehen und es gibt kaum Steigungen. Sollte bei normaler Kondition kein Problem sein.

Landschaft: 💗💗💗💗💛
Schöne Blicke auf den Mendelpass und die Leuchtenburg. Reizvolle Landschaft im Biotop und den Obstplantagen.

Sehenswertes auf der Strecke:
Leuchtenburg (hier kann man auch hochsteigen, wenn man möchte), Biotop Kalterer See

Jahreszeit:
ganzjährig



Karte: www.openstreetmap.de

Infobox Umgebung

Anfahrt: An der Weinstraße (SP14) zwischen Kaltern und Tramin. Der See ist nicht zu übersehen.

Parken:
Am Lido bei St. Joseph befindet sich ein großer Parkplatz (z.T. kostenpflichtig). 

Essen:
Restaurant Goldener Stern 💗💗💛💛💛
Der Goldene Stern ist in Kaltern sehr bekannt (vor allem auch für die Pizzen) und hat einen guten Ruf. Leider können wir das nicht ganz nachvollziehen. Zuerst einmal ist es megavoll dort und man bekommt ohne Reservierung keinen Platz. Um den zur Verfügung stehenden Platz maximal zu nutzen, ist jeder noch so kleine Winkel mit Tischen und Stühlen zugestellt. Es ist also sehr eng und vor allem auch sehr laut. Gemütlich ist anders. Wir haben uns dort dann Pizzen bestellt und die waren leider auch nicht der Hit. Eine Sorte war total versalzen und die andere hatte gar keinen Geschmack. Außerdem sind die Dinger wirklich stundenlang wie Steine im Magen gelegen. Um wenigstens etwas Positives zu vermelden: die Bedienung war trotz dem Megastress, den sie angesichts der Gästezahl offensichtlich hatte, wirklich sehr freundlich.
https://www.goldenersternkaltern.it/


Drei Bayern on Tour

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